Politik und Kultur

Carlos Kleiber e.V. Kunst- und Kulturförderverein

STECKE DIR HOHE ZIELE UND RUHE NICHT, BIS DU SIE ERREICHT HAST!

POLITIK UND KULTUR

Unter der Rubrik "Politik und Kultur" berichten wir über unterschiedliche mehr oder weniger brisante Themenbereiche und Umstände, die uns aufgefallen sind. Damit wollen wir nicht nur informieren, sondern auch zur Diskussion anregen und die Öffentlichkeit für den Stellenwert, den Kunst und Kultur in unserem Staatswesen einnehmen, sensibilisieren.

 

Der Aufbau ist so gehalten, dass die neuen Artikel oben stehen, die älteren weiter unten.

 

Zunächst möchten wir jedoch zur aktuellen Situation in Deutschland Stellung beziehen, da rechtsnationale Populisten und rechtsgesinnte politische Parteien immer stärker werden.

 

 

 

Hinweis:

Wenn Sie unsere hier veröffentlichten Texte und Artikel verwenden wollen, senden Sie uns bitte unter Verwendung des Kontaktformulars Ihre Anfrage.

 

 

 

RECHTSNATIONALE RATTENFÄNGER

STS - es fangt genauso an

STS - Das neue Vaterland

In großen Teilen Europas wie zum Beispiel in Holland, Frankreich, Polen und – leider – auch in Deutschland gewinnen Nationalisten und Rechtspopulisten ebenso wie stark rechtsgerichtete politische Parteien zunehmend an Bedeutung. Viele Bürger fallen deren Parolen zum Opfer, darunter auch solche, die von ihrer Grundeinstellung her eigentlich nichts mit rechtsnationaler Gesinnung zu tun haben wollen.

Deshalb sind wir, gerade weil wir Patrioten sind, der Ansicht, es ist an der Zeit, Position gegen rechtsextremistische Gruppierungen, Organisationen und rechtsorientierte Parteien zu beziehen.

 

Wir rufen alle Bundesbürger auf:“ Lasst euch nicht von rechtsnationalen Rattenfängern verführen, täuschen und einfangen!“

 

Der Carlos Kleiber e.V. verurteilt

 

  • jede Form der Gewalt,
  • jede Form des Rassismus,
  • jede Form des Antisemitismus,
  • jede Form der Diskriminierung,

und

  • jede Form des Rechtsextremismus

 

auf das Schärfste.

 

Wir lehnen jede Form rechtsnationaler Gesinnung, rechtsnationalen Gedankenguts sowie deren Vertreter und Verbreiter strikt ab. Es spielt keine Rolle, ob es sich dabei um einzelne Personen des öffentlichen oder nichtöffentlichen Interesses, Organisationen oder politische Parteien und ihren Vasallen und Wasserträgern handelt.

 

Wir fordern alle Bundesbürger auf, sich von rechtsnationalem Gedankengut und rechter Gesinnung konsequent und entschlossen zu distanzieren. Machen Sie nicht mit bei Alltagsrassismus oder Alltagsantisemitismus oder anderweitiger – vermeintlich harmloser oder scherzhafter – Diskriminierung. Zeigen Sie Courage und weisen Sie Gesprächspartner zurecht, wenn diese in ihren Äußerungen zu weit gehen. Distanzieren Sie sich von – vermeintlichen – Freunden, die rechtes Gedankengut vertreten oder eine rechte Gesinnung erkennen lassen. Stehen Sie für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung und unsere mühsam erkämpften westlichen Werte ein.

Artikel und Statements zur politisch kulturellen Lage in Deutschland und Europa.

Artikel hier veröffentlicht am 10.01.2017

 

Die Elbphilharmonie – eine in Architektur gegossene Ambivalenz

 

 

 

Irgendwann hatte Carl Laeisz die legendäre Sparsamkeit und Profitgier der hanseatischen Pfeffersäcke satt. Als der Hamburger Reeder im Jahr 1901 starb, hinterließ er der Stadt die Stiftung einer Konzerthalle. 1908 eröffnet, war sie die größte und modernste in Deutschland.

 

Das kann man schon lange nicht mehr behaupten. Doch da die Laeiszhalle nach hundert Jahren immer noch die einzige ihrer Art in Hamburg war, bestand Handlungsbedarf. Eine neue Halle sollte aber nicht nur einfach eine Halle sein, nein – sie sollte ein neues Wahrzeichen werden. Ein Ort der Musik als Symbol der gesamten Stadt – das klang gut! Doch welche Verantwortlichen auch immer für die Planung zuständig waren, die dahinter stehende Kompetenz muss schon aufgrund der Weigerung angezweifelt werden, eine Orgel für die neue Halle zu finanzieren. So wären wichtige, klassische Werke wie das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms nicht spielbar gewesen. Glücklicherweise fand sich ein hanseatischer Musikfreund, der das Instrument spendete. ...

 

 

Artikel hier veröffentlicht am 12.12.2016

 

Die Kollision zwischen Musik- und Ganztagsschulen

 

 

Als in den 70-er und 80-er Jahren unter großen finanziellen Anstrengungen die städtischen Musikschulen geschaffen wurden, hatte dieses gute Gründe:

Zuvor mussten sich alle musisch Begabten auf die Suche nach Musiklehrern begeben und landeten häufig bei selbst ernannten Musikern ohne fundierte Ausbildung oder waren dabei gar erfolglos.

Mit den Musikschulen entstanden damals Anlaufpunkte, die einen qualifizierten Unterricht garantierten und sich zugleich zu musischen Zentren für Städte und Regionen entwickelten. Zu Häusern, in denen nichts weiter heimisch war als Musik - als Kunst. In der Folgezeit konnte man neben qualitativen auch quantitative Steigerungen des musikalischen Nachwuchses verzeichnen.

Aktuell werden die Schulen bundesweit von etwa 1 Mio. Schüler besucht. Addiert man noch jene hinzu, die privat unterrichtet werden, ergibt sich eine respektable Zahl, die bei der Einführung der Ganztagsschulen hätte berücksichtigt werden müssen.

Nur das geschah eben nicht! ...

 

 

Artikel hier veröffentlicht am 08.12.2016

 

Der evangelische Kirchenmusiker – eine Berufsgattung im Umbruch

 

 

Keine andere Musikgattung hat in den letzten Jahren eine derartig radikale Veränderung erlebt wie die der Kirchenmusik. Die Gründe und die Konsequenzen sind komplex und weitreichend. Sie alle differenziert zu benennen, würde den hiermit gegebenen Rahmen bei weitem sprengen. Daher beziehen sich viele der nachfolgenden Aussagen auf generelle Entwicklungen und Tendenzen und sollten nicht als pauschale, undifferenzierte Urteile interpretiert werden.

 

Die Frage kann damit beantwortet werden, dass vor der SacroPop-Invasion eine recht verkrustete Musikpraxis vorherrschend war. Das lag zum einen an deren übermächtigen Barock-Anteil, der vor allem in J.S. Bach einen Monolithen des Genres hervorbrachte, den die meisten Kirchenmusiker aber zum allzu dominanten Arbeitsmittelpunkt machten. Die klassische und romantische Epoche fanden dagegen überwiegend in großen Konzerten Gehör ...

 

 

Artikel hier veröffentlicht am 22.11.2016

 

Die ostdeutsche Kulturlandschaft und ihr permanenter Abbau

 

Die vor einiger Zeit hochkochenden Diskussionen über die Thüringer Theater und Orchester ließ nicht nur Künstler und Theater um ihre Existenz oder Eigenständigkeit bangen, sie wirft auch heute noch die generelle Frage auf: Wie konnte es dazu kommen und wie kann es weitergehen?

Die DDR hinterließ eine hoch subventionierte Kulturlandschaft, deren Theaterdichte im Vergleich zu Westdeutschland enorm war. Kultur gehörte neben Sport zu den Gebieten, die sich die DDR viel Geld kosten ließ. Es war daher nach der Vereinigung beider Staaten unumgänglich, dieses System auf ökonomisch vertretbare Beine zu stellen. Das hieß vor allem: Schließungen und Zusammenlegungen von Theatern. Es war ein schmerzhafter Prozess mit vielen Opfern und den für derartige Vorhaben typischen Fehlentscheidungen. Dass er aber stattfand, belegt alleine die Zahl der gestrichenen Orchestermusiker-Stellen in Thüringen, die von einstmals 1066 auf 597 abgebaut wurden. Derartige Kürzungen fallen vor allem in den ostdeutschen, mit einem großen kulturellen Erbe versehenen Ländern wie Thüringen sehr in´s Gewicht. Häuser wie die in Meiningen oder Weimar strahlen seit Jahrhunderten weit über das Land hinaus und sind von wahrlich nationaler Bedeutung. Dabei darf man sich nicht von der geringen Größe der Städte blenden lassen. Ein kleiner Ort wie Meiningen beheimatete einst eines der besten europäischen Orchester und über die Bedeutung von Weimar muss angesichts der dort wirkenden Herren Goethe, Schiller, Liszt und Herder nicht diskutiert werden. .....

 

 

Artikel hier veröffentlicht am 15.11.2016

 

Das unfaire Geschäft mit osteuropäischen Musikern

Oder: Warum "Fair Trade" ein Beispiel für Tourneen und Festivals sein kann

 

 

"Was ist uns Musik wert?", fragt der Deutsche Musikrat in seinem jüngsten Grünbuch.

 

Auf die Frage, was uns ein Pfund Kaffee wert wäre, gibt uns neben den Preisschildern der Supermärkte auch die Initiative "Fair Trade" Auskunft, die auf die Bedingungen der Arbeiter in den Ursprungsländern hinweist und deren faire Bezahlung anmahnt.

Aber was hat Kaffee mit Musik auf Tourneen und Festivals zu tun?

 

Mit dem Ende des Kalten Krieges tat sich ein realer Blick auf das vorhandene West-Ost-Gefälle auf und lud Profitjäger dazu ein, die niedrigen Einkommensstandards der osteuropäischen Arbeiter für eigene Geschäftsmodelle auszunutzen. Wir kennen viele Beispiele aus der Industrie, aber nur den wenigsten ist es bewusst, dass Vergleichbares auch in der Musik Einzug gehalten hat. .....

 

 

Hinweis:

Wenn Sie die auf unserer Homepage veröffentlichten Texte und Artikel unserer Autoren verwenden wollen, senden Sie uns bitte unter Verwendung des Kontaktformulars Ihre Anfrage.

ÜBER CARLOS KLEIBER E.V.

 

Wir fördern Kunst und Kultur aller Richtungen, sei es Musik und Schauspiel, bildende Künste oder Literatur und Vorträge und wollen dies einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

 

Unser Namensgeber Carlos Kleiber gilt als einer der größten Dirigenten aller Zeiten.

KONTAKT ZUM VEREIN

 

Jägerkampstraße 12

83727 Schliersee

 

Telefon: 08026 - 925 14 17

Mobil: 0178 - 905 72 25

E-Mail: info@carloskleiber-ev.de

Home: www.carloskleiber-ev.de

Nutzen Sie das Kontaktformular

SPENDENKONTO

 

Carlos Kleiber e.V.

 

Kreissparkasse Miesbach - Tegernsee

 

IBAN DE40 7115 2570 0012 2750 04

BIC BYLADEM1MIB

 

Kennwort "Spende"